Der Apfelbaum (Pirus malus)

 

ApfelblüteDer Apfelbaum gehört wie die meisten Obstsorten zu den Rosengewächsen (Rosaceae)

Inhaltsstoffe der Frucht: Zucker, Fruchtsäuren, Pektin, Vitamine A,B,C und Mineralstoffe

Äpfel sind die am meisten kultivierten Früchte der gemäßigten Zonen. Ursprünglich kommt der Apfel aus Kleinasien, von wo er über Griechenland und Italien zu uns kam. Bei uns kannte man nur den Wild- oder Holzapfel (Malus sylvestris), der später durch Propfen veredelt wurde. Heute sind daraus durch Züchtung, Selektierung und Veredelung ca. 2000 verschiedene Kulturformen entstanden.

 

Schale mit Äpfeln

Reife Äpfel wurden bereits von den Römern als Abführmittel und unreife Äpfel zur Behandlung von Durchfall verabreicht. Auch Hildegard von Bingen berichtete über die zusammenziehende Eigenschaft der Blätter, Blüten und Triebe. Die vielseitige Verwendung des schmackhaften Obstes ist uns allen bekannt. Allen voran das Apfelmus, auch Gelee, Apfelkuchen, getrocknete Apfelringe, Saft und Apfelschnaps (Calvados) sind sehr beliebt. Gerne wird auch Apfelessig verwendet, nicht nur für Salatmarinaden, sondern auch therapeutisch, z.B. für Wickel, Waschungen und als verdauungsförderndes Mittel, auch bei Fastenkuren.

Der Apfel als vorbeugendes Mittel gegen Krankheiten ist wohl nicht zuletzt durch das Sprichwort

"One apple a day keeps the doctor away"
(sinngemäß: Ein Apfel am Tag und du brauchst keinen Arzt)

so bekannt.

Ein Tee aus getrockneten Apfelschalen wird in der Volksheilkunde bei Fieberkrankheiten, zum Abbau von Wasser- und Harnsäureeinlagerungen und gegen Rheuma und Harnwegsentzündungen verwendet.

Marianne Metz-Mösl

Quellen:
Ody, Penelope: Praxishandbuch Heilpflanzen
Ritter, Claudia: Heimische Nahrungsmittel als Heilmittel

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Aktuelle Termine

28. September 2019,
09:30 Uhr - 17:00 Uhr
"Die Heilkraft der Bäume"

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