Pflanze des Monats November 2015: Echtes Johanniskraut
(Hypericum perforatum)

Vorgestellt von: Ines Siafakas

JohanniskrautNamen: Mit der Sommersonnenwende, dem Johannistag, ist das Tüpfel­Johanniskraut, das im Hochsommer leuchtend gelb blüht, seit uralter Zeit verbunden. Hartheu heißt es auch, weil seine Stengel hartes Heu ergeben. Der Name Blutkraut weist auf den blutroten Saft der gequetschten Blüten hin.

Botanik: Johanniskraut kann auf den kärgsten Böden wachsen. Zwei Kanten am Stengel und gegenständige, elliptisch­eiförmige Blätter ohne Stiel mit vielen kleinen Pünktchen=Öldrüsen sind besondere Merkmale. Die goldgelben Blüten schmecken zart süßlich.

 

Verwendung: Das Kraut kann als Tee bei Depressionen, Angstzuständen, Nervosität, bei Kreislaufproblemen und bei schlechter Verdauung helfen. Öl und Tinktur sollen hilfreich sein bei Bluter­güssen, Verbrennungen, Verstauchungen und stärken auch Psyche und Leistungskraft. Zarte Blätter und Triebspitzen werden im Frühling als gesunde Beigabe zu Salaten, Aufstrichen, Suppen, Eintöpfen verwendet.

Johanniskrautblüten

Wirkung: Blüten und Blätter haben den Wirkstoff Hyperizin, der für antidepessive und antivirale Wirkung zur Verfügung steht. Ätherisches Öl, Anthocyane, Gerbstoffe und Hyperforin sind weitere wirksame Inhaltsstoffe.

Hinweis: Durch die Behandlung mit Johanniskraut kann die Haut lichtempfindlich werden. Während der Behandlungsdauer sollte man sich keiner direkten Bestrahlung aussetzen.

Aberglaube: Im Mittelalter diente die Pflanze zur Dämonenabwehr. Dafür hängte man sie im Haus und im Stall auf. So sollte sie auch vor Unwetter schützen und Gewitter vertreiben.

Rezept: Johanniskraut­-Tee
1­-2 TL kleingeschnittenes frisches oder getrocknetes, blühendes Kraut mit 1 Tasse kochendem Wasser aufbrühen, zugedeckt 10 min ziehen lassen, abseihen, 2 x täglich über mehrere Wochen 1 Tasse trinken


Quellen:
Wikipedia - die freie Enzyklopädie
Wunderwelt der Heilpflanzen - Dr. M. Furlenmeier

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