Archiv: Pflanze des Monats

Pflanze des Monats November 2015: Echtes Johanniskraut
(Hypericum perforatum)

Vorgestellt von: Ines Siafakas

JohanniskrautNamen: Mit der Sommersonnenwende, dem Johannistag, ist das Tüpfel­Johanniskraut, das im Hochsommer leuchtend gelb blüht, seit uralter Zeit verbunden. Hartheu heißt es auch, weil seine Stengel hartes Heu ergeben. Der Name Blutkraut weist auf den blutroten Saft der gequetschten Blüten hin.

Botanik: Johanniskraut kann auf den kärgsten Böden wachsen. Zwei Kanten am Stengel und gegenständige, elliptisch­eiförmige Blätter ohne Stiel mit vielen kleinen Pünktchen=Öldrüsen sind besondere Merkmale. Die goldgelben Blüten schmecken zart süßlich.

 

Verwendung: Das Kraut kann als Tee bei Depressionen, Angstzuständen, Nervosität, bei Kreislaufproblemen und bei schlechter Verdauung helfen. Öl und Tinktur sollen hilfreich sein bei Bluter­güssen, Verbrennungen, Verstauchungen und stärken auch Psyche und Leistungskraft. Zarte Blätter und Triebspitzen werden im Frühling als gesunde Beigabe zu Salaten, Aufstrichen, Suppen, Eintöpfen verwendet.

Pflanze des Monats Oktober 2015: Weißdorn (Crataegus)

Vorgestellt von: Ines Siafakas

Name: Er bezieht sich auf die weißen Blüten und auf die bis 2,5 cm langen Sprossdornen. Hagedorn, Hagäpfli, Heckendorn, Heinzel-männerchen, Wubbelken sind weitere Namen.

Weißdorn

Botanik: Weißdorn gehört mit seinen ähnlichen Arten in unserer Klimazone zu den Kernobstgewächsen in Wäldern und Gebüschen, in Parks und Gärten. Im Frühjahr fallen die weißen, streng nach Mäuse-Urin duftenden, doldenrispig angeordneten, fünfzähligen Blüten auf. Die kugeligen, roten Herbstfrüchtchen sind mehlig.

Pflanze des Monats August 2015: Die Malve
(Malva sylvestris L. und Malva neglecta Wallr.)

Geschichte:

Die Malve war bereits im Altertum eine geschätzte Arznei- und Gemüsepflanze. Die antiken Ärzte verwendeten den Pflanzenschleim als inneren Schutz gegen Gifte oder als Umschlag bei Wunden. Im Mittelalter erklärt Odo Magdunensis in seinem >Macer floridus< den Namen Malve als eine Verbindung der lateinischen Wörter mollire (erweichen) und alvus (Bauch) und kennzeichnet sie damit als Abführmittel. Darüber hinaus wurde sie bei Schwindsucht, Milchmangel, Fieber und Augengeschwüren verwendet.

Malve - Pflanze des Monats August 2015 bei der IG Wild(e)Kräuter

Pflanze des Monats Juni 2015: Melisse (Melissa officinalis)

MelisseLippenblütengewächs (Lamiaceae)
Volksnamen: Zitronenmelisse, Bienenkraut, Honigblume

Die Melisse ist eine ausdauernde Pflanze mit vierkantigem Stängel, die bis zu 30 Jahre alt werden kann. Ursprünglich war sie im Mittelmeergebiet beheimatet und wurde später auch in unseren Klostergärten kultiviert. Wegen ihres zarten Zitronenduftes wird sie auch Zitronenmelisse genannt.

Früher wurde sie von Imkern als Futterpflanze angebaut, da Bienen ihren Nektar lieben. Daher kommt auch ihr Name, was aus dem Griechischen abgeleitet Biene bedeutet. Sie ist eine unserer ältesten Heilpflanzen und erfuhr schon in der Antike höchste Wertschätzung. John Evelyn, ein englischer Autor, Architekt und Gartenbauer beschrieb sie als „das Beste für das Gehirn, denn sie stärkt das Gedächtnis und vertreibt die Melancholie“.

Der Apfelbaum (Pirus malus)

 

ApfelblüteDer Apfelbaum gehört wie die meisten Obstsorten zu den Rosengewächsen (Rosaceae)

Inhaltsstoffe der Frucht: Zucker, Fruchtsäuren, Pektin, Vitamine A,B,C und Mineralstoffe

Äpfel sind die am meisten kultivierten Früchte der gemäßigten Zonen. Ursprünglich kommt der Apfel aus Kleinasien, von wo er über Griechenland und Italien zu uns kam. Bei uns kannte man nur den Wild- oder Holzapfel (Malus sylvestris), der später durch Propfen veredelt wurde. Heute sind daraus durch Züchtung, Selektierung und Veredelung ca. 2000 verschiedene Kulturformen entstanden.

 

Die Zaubernuss (Unsere Pflanze des Monats Februar)

 

Zaubernuss gezeichnet von Angelika SulzbergerZaubernuss   (Hamamelis virginiana)

Zaubernussgewächs (Hamamelidaceae)

Volksnamen: Zauberhasel, Hexenhasel

 

Die Virginische Zaubernuss ist ein in Nordamerika heimischer bis zu 8 Meter hoher Strauch. Sie blüht im Herbst und im Sommer des darauffolgenden Jahr reifen ihre Früchte. Nicht nur in der Kräuterheilkunde wird sie geschätzt, auch in der Naturkosmetik wird Hamamelis als pflegender Bestandteil von Hautcremes, Lotionen etc. verwendet.

Weihrauch (Olibanum Boswellia Sacra)

Gewinnung: Durch Anschneiden an Stamm und Ästen wird eine klebrig-milchige Flüssigkeit gewonnen, aus der durch Trocknung an der Luft das Weihrauchharz entsteht. Weihrauch besteht aus einem Gemisch aus ätherischen Ölen, Harzen, Schleim und Proteinen, deren Mengen artabhängig schwanken. Der Anteil an reinem Harz beträgt etwa 50 – 70%.

Weihrauchharz

Weihrauchharz

Weihrauch war schon bei den alten Ägyptern für kultische Zwecke, bei der Mumifizierung herausragender und vermögender Personen und in begüteteren  Kreisen im Alltag als aromatisches, desinfizierendes und entzündungshemmendes Räuchermittel in Gebrauch.

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